Webinare

Webinar erstellen – Die 7 wichtigsten Tipps

Was ist ein Webinar?

Was genau ist eigentlich ein Webinar und worauf musst Du beim Webinar erstellen achten? Wenn Du fünf Personen fragst, was sie unter einem Webinar verstehen, dann erhältst Du fünf verschiedene Antworten. Deshalb hier eine definitorische Klärung des Begriffs.

Definition: Seminar

Als Seminar wird eine Lern- und Lehrveranstaltung bezeichnet, die dazu dient, Wissen in kleinen Gruppen interaktiv zu erwerben oder zu vertiefen. Seminare werden von einem Seminarleiter bzw. Trainer durchgeführt. (Quelle: Wikipedia)

Definition: Webinar

Ein Webinar oder Web-Seminar ist ein Seminar, das über das World Wide Web gehalten wird. Der Neologismus Webinar ist ein Kofferwort aus den Wörtern Web (von World Wide Web) und Seminar, er ist seit 2003 beim Deutschen Patent-und Markenamt als Wortmarke eingetragen. (Quelle: Wikipedia)

Das Webinar bietet den Raum und die Techniken zur Durchführung verschiedener synchroner Lernmethoden. Es finden also virtuelle Trainings oder Präsentationen zu einem festgelegten Termin an einem bestimmten Ort im Internet statt. Als Tools werden beispielsweise Text-oder Videochat, Videokonferenzen, Interaktives Arbeiten mit dem Whiteboard ebenso eingesetzt wie Application sharing, synchrones Web-Browsen oder Präsentationstools wie PowerPoint-Vorlagen oder Videofilme.

In der aktuellen Praxis ist allerdings das, was unter einem Webinar verstanden wird, meistens nichts anderes als ein schlichter Online-Vortrag. Einer spricht, alle anderen hören zu. Das ist weder besonders originell noch lernfördernd. Damit daraus ein echtes Webinar wird, sind noch einige andere Aspekte zu berücksichtigen:

  • Das Webinar muss ansprechend und spannend präsentiert werden.
  • Da das Publikum vom Webinarleiter nicht zu sehen ist, muss er einen guten Inhalt exzellent präsentieren können. Nur dann wird das Publikum dem weiteren Webinar folgen und nicht zwischendrin abspringen.
  • Das Webinar muss interaktiv sein. Sowohl der Webinarleiter als auch sein Publikum müssen die Möglichkeit der gegenseitigen Kommunikation haben. Oftmals wird, wenn das der Fall ist, diese Veranstaltung schon eher als Online-Training bezeichnet.

Damit die Webinarinhalte lange beim Publikum in Erinnerung bleiben, ist die Interaktion zwingend notwendig. Aktivierungsmöglichkeiten bieten die verschiedenen Plattformen an sich genug. Der Webinarleiter muss nur mit ihnen vertraut sein und sie zielgerichtet einsetzen können. Am besten und am einfachsten gelingt der Dialog, wenn die Teilnehmer ebenfalls ein Headset und eine Webcam am PC angeschlossen haben und der direkte Dialog mit dem Webinarleiter, aber auch untereinander möglich ist.

Wir benötigen keine neue Definition von Webinar oder Online-Training, sondern einfach nur gut ausgebildete Webinarleiter, die ihr Handwerk verstehen und ihre Teilnehmer aktiv einbeziehen. Das ist wahre Professionalität.

Welche Chancen liegen im Webinar erstellen?

Es gibt vielfältige Gründe ein Webinarprofi zu werden und Webinare durchzuführen. Grundsätzlich lässt sich jede Art von Information per Webinar übertragen. Ob Dein Webinar nur fünf Minuten dauert oder eine Stunde, spielt keine Rolle. Sofern der Inhalt eines Webinars interaktiv aufgebaut wird, werden Deine Teilnehmer sehr viel Spaß mit dieser Form der Wissensvermittlung haben. Jederzeit kannst Du beispielsweise über die Chatfunktion Fragen stellen oder eigene Erfahrungen zum Besten geben. Du als Webinarleiter reagierst sofort live auf diese Äußerungen und gibst dem Webinar dadurch eine eigene Lebendigkeit.

Beziehungen aufbauen

Ein Webinar ist kein abfotografierter oder aufgezeichneter Vortrag. Webinare sind Interaktionen mit den Teilnehmer mit dem Ziel, Wissen und Erfahrungen zu transportieren sowie Verhaltensweisen zu ändern. Als neue Form der Kommunikation sind sie hervorragend geeignet, um neue Beziehungen zu Kunden oder potentiellen Kunden aufzubauen.

In Webinaren kannst Du regelmäßig Informationen über Deine Trainings, Deine Produkte, Deine Branche oder aus dem wirtschaftlichen Umfeld allgemein anbieten und Dich und Dein Unternehmen als innovativ und technikfreundlich zeigen. Da bisher noch nicht allzu viele Unternehmen die Chance der Webinare erkannt haben, bietet dieses Medium eine ausgezeichnete Möglichkeit, sich zu positionieren. Gerade auch weil e-Learning ein Boomfaktor in den letzten Jahren ist und sich durch die Verbesserung des Webs, der Anwendungen und der gestiegenen Leistungsfähigkeit von PCs, Smartphones und Tablet ein gesteigerter Bedarf an digitalen Lernmöglichkeiten ergeben hat.

MEIN TIPP: Biete wertvolle Inhalte.

Überlege Dir beim Webinar erstellen, wie Du Webinare zum bewerben Deines Angebots einsetzen kannst. Bedenke allerdings auch, dass in vielen Webinaren mittlerweile viel zu viel Werbung und zu wenig Informationen angeboten werden. Stelle Dir immer selbst die Fragen: Warum sollte ein Kunde an meinen Webinaren teilnehmen? Welchen Nutzen, welchen Mehrwert kann ich ihm geben?

Digitale Lernmöglichkeiten schaffen

Als Trainer und Berater kannst Du gerade in der Kombination von digitalen Lernmöglichkeiten mit Präsenzseminaren eine Menge an Erfolgen erzielen. Beispielsweise kannst Du im Vorfeld, etwa eine Woche vor Beginn eines Seminars, ein kurzes Webinar erstellen und zum Kennenlernen Deiner Person durchführen. Dabei kannst Du gleichzeitig Deine Seminarinhalte kurz vorstellen, von den Teilnehmern schon Wünsche zum Seminar einsammeln und Dinge, die gerade zu Beginn eines Seminars sehr viel Zeit kosten, im Vorfeld abarbeiten. Du erarbeitest Dir zusätzliche Zeit im Seminar, wenn Du Inputeinheiten verlagerst. Arbeite den Stoff mit Deinen Teilnehmern im Webinar durch und schaffe mehr Platz für Übungseinheiten im Präsenzteil.

Wenn Webinare jetzt durch weitere e-Learning-Komponenten unterstützt werden (Videocast, Podcast, Maßnahmen des Mobile Learning, Blog etc.), sind Lernerfolg und Transfer in den Arbeitsalltag enorm. So gesehen sind Webinare die Brücke zwischen der analogen und der digitalen Welt.

Nach einem Seminar kannst Du ein Webinar erstellen und als Transferunterstützung anbieten. Wenn Du vier Wochen nach dem Seminar ein Webinar durchführst, frage Deine Teilnehmer, was sie umsetzen konnten und in welcher Qualität. Frage aber auch, was noch nicht so gut umgesetzt werden konnte und warum. Hier erfährst Du etwas über die Umsetzbarkeit Deiner Seminarinhalte. Du stellst fest, wie Deine Teilnehmer den Seminarlehrstoff umsetzen konnten, wo große Erfolge erzielt wurden oder vielleicht noch Wissenslücken aufgefüllt werden müssen. Gleichzeitig kannst Du Umsetzungshilfe und Coaching anbieten.

Produktneuheiten, Produktänderungen und neue Konditionen

Deine Produkte oder Dienstleistungen ändern sich im Laufe der Zeit. Neue Produkte, Produktaspekte, Änderungen, Aufbaustufen oder Ähnliches kommen hinzu. Natürlich kannst Du Deinen Kunden diese Neuigkeiten aufwendig gestaltet in Informationsbroschüren oder auch per Newsletter mitteilen. Diese Neuigkeiten per Webinar zu streuen, hat einfach mehr Charme. Das Schöne ist, Du erfährst diese Neuigkeiten aus dem Mund eines echten Menschen. Dieser Aspekt bekommt inzwischen wieder einen echten Stellenwert. Und noch etwas: Das Medium Webinar hat noch den Reiz des Neuen und viele Menschen möchten sich das gerne anschauen. War es gestern noch schick, ins Meeting zu gehen, ändert sich das heute zu: „Ich bin auf einem Webinar“.

In einem Webinar bekommst Du schnell zu vielen Menschen Kontakt, und Du kannst Deine Produktneuheiten live erklären. Statt teurer und zeitaufwendiger Außendienstbesuche lädst Du alle Kunden zu einem Webinar ein und erklärst alles Notwendige. Der Nutzen, aber vor allem die Anwendung von Produkten lassen sich in einem Webinar besser darstellen als in jeder Informationsbroschüre. Wenn Du in Deinen Webinaren noch zufriedene Kunden auftreten lässt, gewinnst Du erheblich an Glaubwürdigkeit.

Binde also zufriedene Kunden in Deine Webinare mit ein. Ganz entspannt unterhältst Du Dich, während Dein Publikum zuschaut und zuhört. Diese Form der Kommunikation nennt sich Web-Talk und ist sehr lebendig, vor allem, wenn Du als Stichwortgeber für den Kunden agierst. Mittels Chat oder anderer Funktionen kannst Du Dein Publikum aktiv einbeziehen. Wenn Du ein Webinar erstellen möchtest, werden Deine Verkaufszahlen nicht unbedingt in schwindelerregende Höhen treiben. Aber sie sind ein perfekter Servicekanal und ein reizvoller zusätzlicher Vertriebskanal für die Darstellung und den Einsatz Deiner Produkte.

Was für Produkte und Neuheiten gilt, gilt auch für Änderungen von Konditionen, Lieferbedingungen, Rahmenverträge und dergleichen mehr. Webinare sind keine Einwegkommunikation, während des Webinars kannst Du mit Deinen Kunden über die Produktänderungen sprechen, diskutieren, sich austauschen. Möglicherweise musst Du, rechtlichen Aspekten folgend, diese Informationen auch zusätzlich schriftlich versenden. Aber die Vermittlung der Informationen durch ein Webinar vereinfacht die Verbreitung der Information. Denn das Webinar bietet dem Zuhörer und Zuschauer die Möglichkeit, Fragen während der Veranstaltung zu stellen und es gibt Dir die Möglichkeit, Deine Gründe für die Veränderungen deutlicher darzustellen.

Zitat eines Unternehmers: Wir sind Marktführer in unserer Branche. Wir wollen mit unseren Kundenwebinaren diese Marktführerschaft halten und weiter ausbauen.

Neue Mitarbeiter vorstellen

Auch neue Mitarbeiter lassen sich gut per Webinar vorstellen, wenn Du dort ein paar Worte sagst. So sind Gesicht und Stimme schon bekannt, wenn sich der neue Mitarbeiter beim Kunden persönlich vorstellt.

Denke an schnelle Brainstorming-Meetings, an Zusammentreffen von Fokusgruppen, an das zeitgleiche Informieren Deiner geografisch weit verteilten Mitarbeiter. Über den Einsatz von Webinaren sind solche Aktivitäten absolut machbar. Gleichzeitig eröffnet das Feld auf mittlere Sicht beste Aussichten für Menschen, die in der Lage sind, solche Treffen professionell, wirkungsvoll und zielgerichtet zu moderieren.

Welche Vorteile nutzt Du mit Webinaren?

Schnelligkeit

Webinare sind kurzfristig eingerichtet und durchführbar. Kannst Du ein Webinar erstellen oder bist bereits ein geübter Webinarprofi, dauert es maximal drei Minuten von der Einrichtung bis zum Versand des Einladungslinks eines Webinars. Gerade, wenn eine schnelle Aktion bzw. Information notwendig ist, bieten sich Webinare als Tool der Wahl an.

Sofortiger Transfer

Eine weitere Chance dieser Technik ist, dass die Inhalte von Webinaren sofort umgesetzt werden können, da die Teilnehmer „vor Ort“ sind. Nehmen wir einmal an, dass Du ein Webinar für den Verkauf veranstaltest, bei dem es um neue Lieferkonditionen geht. Während Du das Webinar morgens von 8.00 Uhr bis 8.30 Uhr durchführst, können Deine Verkaufsmitarbeiter ab 8.31 Uhr die neuen Konditionen bei Deinen Kundengesprächen bekanntgeben. Auch andere Aspekte und Inhalte von Webinaren sind zur sofortigen Umsetzung geeignet. Lasse Dir am Besten per E-Mail eine Rückmeldung geben, welche Erfahrungen Deine Teilnehmer mit dem Transfer Deines Themas machen konnten.

Wiederholbarkeit

Webinare können aufgezeichnet werden. Entweder bietet die Webinarplattform das an, oder Du kaufst eine Screenrecording-Software und zeichnest das Webinar auf. Falls jemand nicht am Webinar teilnehmen kann, kann er sich die Aufzeichnung anschauen, gegebenenfalls sogar unterwegs auf dem Smartphone oder Tablet. Für Teilnehmer, die sich noch nicht für Dich als Webinarleiter entschieden haben, kann ein Videomitschnitt eine passende Orientierungshilfe darstellen.

Kostenersparnis

Ein großes Plus der Webinare ist der Aspekt der Kostenersparnis. Es fallen weder Reise-und Übernachtungskosten noch Abwesenheitskosten des Mitarbeiters an. Die Organisation eines Kongresses ist auch immer zeit-und kostenaufwendig. Ein Webinar erstellen geht schnell, ist schnell organisiert und per E-Mail verbreitet. Die Kosten halten sich in Grenzen. Und schon unmittelbar nach dem Webinar kann der Mitarbeiter beginnen, die Inhalte aus dem Webinar umzusetzen.

Reichweitenvorteil

In ein Webinar kannst Du Dich, sofern ein PC und eine Internetleitung vorhanden sind, jederzeit weltweit einloggen. Während eine Reise zu einem Konferenzort unter Umständen sehr aufwendig sein kann, ist die Teilnahme an einem Webinar sehr unkompliziert. In meinen Webinaren habe ich regelmäßig Teilnehmer aus ganz Europa, Asien und Südamerika. Unabhängig von jeder Zeitzone gibt es die Möglichkeit, sich zu informieren, sich weiterzubilden, zu lernen und Neues zu entdecken, ganz bequem von Zuhause aus.

Keine Angst vor Webinaren

Immer wieder erlebe ich gerade bei Trainerkollegen (ich bin seit 2011 als Trainer, Moderator und Coach tätig) eine starke Abneigung gegenüber Webinaren. Aus vielen Gesprächen höre ich zum Teil auch viel Angst heraus. Angst nämlich, dass Webinare Präsenzveranstaltungen verdrängen werden. Das ist zum Teil richtig, und es geschieht inzwischen auch. Viele Fachschulungen sind durch Webinare ersetzt worden. Pfiffig gemacht und in kleine Einheiten aufgeteilt, gibt es mittlerweile gut funktionierende Word-, Excel- oder PowerPoint-Schulungen, Webinare über die Durchführung von Webinaren und vieles andere mehr. Was früher tagelange Präsenzveranstaltungen waren, sind heute mehrteilige Webinare.

Die Meinung vieler Kollegen ist, das gerade verhaltensorientierte Seminare wie beispielsweise Führungstechniken, Verkaufstechniken oder Kommunikation über das Web in Form eines Webinars nicht vermittelbar sind. Nach meiner Erfahrung stimmt das nur teilweise.

Der grundsätzliche Punkt ist, dass Teile aus diesen Themenbereichen gut für ein Webinar geeignet sind, während andere Teile weiterhin präsent bearbeitet werden müssen. Bei vernünftiger Konzeption und Abstimmung der Inhalte ergänzen sich Seminar und Webinar, statt sich gegenseitig Konkurrenz zu machen. Richtig verstanden und eingesetzt, liefert die Kombination Webinar und Seminar einen viel größeren Umsetzungserfolg als bisherige Transfermaßnahmen. Meiner Meinung nach haben viele Kolleginnen und Kollegen die erweiterten Möglichkeiten der Kombination von analog (Seminar) und digital (Webinar) noch nicht erkannt. Es liegt eine große Chance darin, als Trainer selbst fit in der Durchführung von Webinaren zu sein und zu erkennen, was tatsächlich digital durchgeführt werden kann, etwa in der Vor- oder Nachbereitung von analogen Veranstaltungen.

Außerdem bieten Webinare eine enorm große Chance zur Verbesserung des Lerntransfers. Normalerweise dauern Präsenzseminare zwei oder mehr Tage. In dieser Zeit lernen die Teilnehmer eine Vielzahl von Aspekten und stehen dann im Arbeitsalltag vor der großen Aufgabe, die Inhalte umzusetzen. Vieles aus dem Seminar geht leider rasch wieder verloren. Anders bei Webinaren: Wenn die Inhalte in kleine Portionen verpackt werden, kann der Teilnehmer diese sofort in seinen Arbeitsalltag integrieren.

Nehmen wir einmal folgendes Szenario an: Ein Webinar behandelt das Thema „Durch Kaltakquisition neue Kunden gewinnen“. Das Webinar findet morgens von 8.00 Uhr bis 8.30 Uhr statt. Im Anschluss an das Webinar setzen die Teilnehmer die behandelten Inhalte sofort um. Mittags gibt es per Webinar eine erste Runde Feedback und Erfahrungs bzw. Erfolgsaustausch. Nachmittags setzen die Teilnehmer ihre Kaltakquisitionen fort. Um 17.00 Uhr gibt es eine weitere Feedbackrunde mit der Beurteilung des eigenen Akquisitionserfolgs.

Diese Vorgehensweise setzt Folgendes voraus:

  • Ein verhaltensorientiertes Thema
  • Ein Webinarleiter, der das Thema und die Webinartechnik beherrscht
  • Ein Unternehmen mit der Bereitschaft, diesen neuen Weg des Lernens zu gehen

Vielleicht möchtest Du ja vorher noch ein Kaltakquisitionsgespräch simulieren lassen. Kein Problem, mit einer entsprechenden Webinarplattform lassen sich Übungseinheiten wie im Präsenzseminar durchführen, sogar mit Video-Feedback!

Welche beruflichen Chancen sich darin gerade für Trainer und Berater auftun, skizziert das Zitat eines Geschäftsführers eines großen, deutschen Unternehmens: Wer als Trainer und Coach nicht auch in digitalen Dingen fit ist, mit dem reden wir erst gar nicht.

Checkliste

  • Welche Gründe hast Du, um Webinare durchzuführen?
  • Warum fühlst ausgerechnet Du Dich berufen, Webinare durchzuführen? Über welche persönliche Expertise verfügst Du, die Dich für Dein Publikum interessant macht?
  • Wenn Du an Dein Unternehmen denkst, welche Form von Webinaren kommt in Frage?
  • Welche Form des e-Learning führst Du bereits durch?
  • Welchen Stellenwert haben Webinare in Deinem Unternehmen bzw. welchen Stellenwert sollen sie bekommen?
Wie findest Du das passende Webinarthema?

An sich ist die Antwort ganz einfach. Beinahe jedes Thema, das Du schon einmal präsentiert hast, kannst Du auch als Webinar halten. Wahrscheinlich musst Du es nur webtechnisch anpassen. Dazu stelle Dir die Frage, worin Du der Experte bist.

Gehe die nachfolgenden Fragen durch und überlege, welche Themen sich ergeben:

  • Was macht Deine tägliche Arbeit aus?
  • Worüber weißt Du genau Bescheid?
  • Was ist Deine Expertise?
  • Was wirst Du von anderen Menschen gefragt?
  • Auf welche Fragen kannst Du spontan antworten?
  • Welcher Teil Deiner Arbeit wird von anderen Menschen hoch geschätzt?
  • Worüber wolltest Du schon immer sprechen?
  • Wofür wirst Du bezahlt?

Wenn Du Dir diese Fragen beantworten kannst, hast Du einen Fundus an Themen, die für ein Webinar geeignet sind. Mache Dich bei der Themenauswahl frei davon, dass das Webinar ähnlich wie eine Präsentation 45 Minuten dauern sollte. Webinare dürfen und sollten kürzer sein. Damit hast Du die Chance, ein Thema unter Umständen in mehrere Teile (Webinare) zu untergliedern, um so einen längeren und intensiveren Kontakt zu Deinem Publikum zu unterhalten.

Wer ist Dein Publikum?

Parallel zur Themenfindung musst Du Dir Klarheit über Dein Publikum verschaffen. Die zentrale Frage ist: Für wen führst Du das Webinar durch? Ähnlich wie bei einem Präsenzvortrag bestimmst Du mit Deinem Thema Dein Publikum oder umgekehrt. Wenn Du festgelegt hast, wer der Hauptadressat Deines Themas ist, wird klar, welche inhaltlichen Voraussetzungen das Publikum benötigt, um Dein Thema zu verstehen. Je genauer Du Dein Zielpublikum definierst, desto genauer definierst Du Dein Thema, und umgekehrt. Wenn Du zu einem Webinar einlädst, empfiehlt es sich daher, die Zielgruppe oder eventuell notwendige Voraussetzungen zum Verständnis des Themas neben einer sehr ausführlichen Agenda mit aufzuführen. So stellst Du sicher, dass Du immer das für das Thema richtige Publikum ansprichst. Sollte sich doch einmal jemand in Dein Webinar verlieren, der nicht viel Ahnung von Deinem Thema hat, wird sich diese Person auch schnell wieder verabschieden.

Übrigens: Schon mit der Einladung hast Du es in der Hand, wer Dein Publikum sein wird. Selektiere Dein Zielpublikum über den Einladungstext und bereite den Inhalt adressatengerecht vor.

Am besten definierst Du über das Thema Dein Publikum und damit auch die Breite und Tiefe.

  • Beispiel: 5 Insidertipps zur Montage von Solaranlagen.
    Zielpublikum: Erfahrene Installateure
  • Beispiel: Multidimensionale Sprach-Adressierung.
    Zielpublikum: mindestens NLP-Master Practitioner
  • Beispiel: Wie kommt die Nadel in den Luftballon – Pfiffige Einstiege und Ausstiege bei Präsentationen.
    Zielpublikum: fortgeschrittene Präsentatoren, die mindestens einmal pro Monat präsentieren

MEIN TIPP: Einen schlagkräftigen Titel suchen

Dein Webinar wird stärker wahrgenommen, wenn Du beim Webinar erstellen, einen schlagkräftigen Titel formulierst. An den genannten Beispielen siehst Du, was gemeint ist. Gib beispielsweise Zahlen an ( „5 Profitipps …“ – „3 Beispiele dafür, wie Sie …“ – „4 Schritte zur erfolgreichen …“)

Auch negative Formulierungen können durchaus zielführend sein. Beispiel: „Wie Sie es nicht schaffen werden, in 3 Schritten ein Webinarprofi zu sein“ – Natürlich richtest Du Dein Webinar danach aus, es doch in drei Schritten zu schaffen.

Besser sind Formulierungen, die im Titel Folgendes berücksichtigen:

  • Problem- oder Zustandsbeschreibung
  • Ziel oder Problemlösung
  • Die Zielbeschreibung und/ oder Problemlösung (Beispiel: In 3 einfachen Schritten zum eigenen Webinar)

So erzeugst Du schon mit einem attraktiven Titel eine Sogwirkung und bekommst Publikum für Dein Webinar. Natürlich musst Du dann Dein Versprechen auch einlösen und wirklich Informationen liefern, die zur Problemlösung oder Zielerreichung führen.

Checkliste

  • Über welches Thema möchtest Du sprechen?
  • Was sind wesentliche Inhalte Deines Themas?
  • Was möchtest Du Deinem Publikum vermitteln, was soll es am Ende Deines Webinars mehr wissen und/ oder können? Was ist das Ziel des Webinars?
  • Was weiß das Publikum bereits über das Thema?
  • Wie ist die Einstellung des Publikums zum Thema?
  • Wie ist die Einstellung des Publikums zu Deinem Unternehmen?
  • Welche Detailinformationen sind wichtig?
  • Welche Referenzen können zum Thema angeführt werden?
  • Welche Voraussetzungen sind zum Verständnis des Themas wichtig?

Mein Fazit: Hast Du einmal gelernt ein Webinar zu erstellen und durchzuführen, kannst Du immer ein Webinar erstellen und durchführen und solltest es auch regelmäßig tun!

Hast Du bereits Erfahrungen mit einem Webinar erstellen? Falls Dir dieser Beitrag gefallen hat, teile ihn und kommentiere ihn.

Werner Langfritz

Seit über 20 Jahren selbständiger Unternehmer. Onlinemarkting Coach und WordPress Experte. Veranstalter und Referent zahlreicher Seminare und Workshops. Gründer der WordPress Akademie für Onlinemarketing.

4 Kommentare

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